Die Fantasie schafft die Welt und die Welt schafft die Fantasie
SABINE KÖRNIG MÖCHTE MIT SCHMUCKSPINNEN UND HEINZELMÄNNCHEN GUTES
TUN
Life, das Stadtmagazin. Sabine Körnig möchte die Welt verbessern. Und
zwar mit Fantasie: "Große Probleme löst man leichter mit Fantasie, als mit
Denken", ist ihre Devise. Zunehmende Kinderarmut und Arbeitslosigkeit in
Verbindung mit steigenden Kosten und hilflosen Reaktionen seitens der
Politik seien ihr schön länger ein Dorn im Auge. So wünsche sich die "Fee
von Hagedorn" einen radikalen Wandel der Gesellschaft: Weg vom bequemen
Wegschauen, hin zum bewussten Hinschauen. Mit Schmuckspinnen und
Heinzelmännchen möchte sie dazu beitragen.
Es ist wie die Pforte zu einener anderen Welt: Hunderte von bunt
schillernden und zumeist achtbeinigen Spinnen aus Perlen in allen Farben des
Regenbogens schmücken das Haus der 49-jährigen. Angeregt durch zahlreiche
Aufenthalte in der Natur, unter anderem als Nordic-Walking-Trainerin,
kreierte sie im Frühsommer die Schmuckspinne. Seidem stellt sie in
liebevoller Handarbeit die originellen Achtbeiner, aber auch Blüten und
Insekten, in allen denkbaren Farben und Größen aus winzig kleinen Perlen, so
genannte Indianerperlen oder Rocailles, mit einem Durchmesser von 1,5, bis
2,6 mm her. "Das Arbeiten mit den Perlen macht glücklich", so Körnig. Und
warum vorwiegend Spinnen? "Ich habe festgestellt, dass häufig Angst vor
diesen Tieren besteht und möchte diese ein wenig lindern, denn vor etwas
Vertrautem hat man weniger Angst." Nartürlich könne eine handfeste
Arachnophobie nicht geheilt, aber durchaus gelindert werden.
Ihre Kreationen erfreuen sich bereits überregional großer Beliebtheit. So
konnte sie jetzt für eine Silvesterfeier in Baden-Württemberg Tischschmuck
mit Insekten und Blütensträußen im Umfang von 20.000 Perlen erstellen. Da
sie ab Frühjahr 2008 ihre Arbeiten als Straßenkünstlerin, sowie Märchen- und
Perlenfee, in den Großstädten verkaufen wird, möchte Sabine Körnig nun auch
weiteres soziales Engagement einbinden und Heinzelmännchen ausbilden. Diese
sollen ein altersgerechtes Taschengeld für kleine künstlerische Dienste
erhalten. "Große und kleine Menschenkinder von 8 bis 88 Jahren, die Lust,
Fantasie und gute Augen haben, können die Perlentechnik bei mir kostenlos
erlernen und leicht kleinere Teile anschließend zu Hause anfertigen." Körnig
möchte so ein Zeichen setzen, denn Kinder aus schlechter situierten
Verhältnissen bräuchten keine Almosen, sondern die Erfahrung, dass sie sich
ein Taschengeld mit ihrer eigenen Hände Arbeit verdienen können.
"Erlebnispädagogik in märchenhaftem Ambiente," nennt das die Hagedorner Fee.
Und die hat Großes vor: Bundesweite Medienpräsenz und Ausstellungen
sollen nächstes Jahr folgen. Ab Ende Februar 2008 können dann auch
Kindergartengruppen und Grundschulklassen, selbst feststellen, wie eine Fee
lebt und wirkt und sie in ihrem märchenhaften Zuhause besuchen. Dann wird
das Sternenhimmelszelt im Wohnzimmer fertig gestellt sein, wo Märchen
vorgelesen und erzählt werden. Jedes Kind bekommt als Geschenk eine
Wunderperle und soviel Feengarn, wie es braucht. "Aus Feengarn kann man
nämlich Träume stricken, die wahr werden, wenn man ganz fest an sie glaubt,"
denn "die Fantasie schafft die Welt und die Welt schafft die Fantasie" ist
sich die "Fee von Hagedorn" sicher. Weitere Informationen unter
www.koernig-spezial.de. Der erste Heinzelmännchenkurs wird am 19.01.2008
stattfinden.
"Die Reportage" von Karl Hendrik Tittel